Bereits über 150 Sachsen haben sich beim sächsischen Berufspendlernetz angemeldet.

Bonn/Dresden. „Auf Grund der steigenden Energiepreise suchen immer mehr Sachsen nach Alternativen und Einsparmöglichkeiten. Dies zeigt auch das rege Interesse am Berufspendlernetz Sachsen“, bilanziert Christian Micksch, Geschäftsführer der Sächsischen Energieagentur – SAENA GmbH, zwei Wochen nach dem Start des deutschlandweit einmaligen Modellprojekts.

Seit dem 15. Juli 2008 haben sich bereits über 150 Sachsen auf der Internetseite www.sachsen.pendlernetz.de angemeldet und suchen bzw. bieten Mitfahrgelegenheiten zur Arbeit. „Gemeinsam statt einsam auf Arbeit fahren“, sollte das Motto vieler Sachsen werden, hofft Micksch. „Denn durch eine Fahrgemeinschaft können die Fahrtkosten geteilt und der CO2-Ausstoß verringert werden.“

Auch Martin Buske, Geschäftsführer der Betreiberfirma EuropeAlive Medien GmbH, die den Servicebetrieb des Berufspendlernetzes Sachsen gewährleistet, ist vom Erfolg des Pilotprojekts überzeugt: „Die Anmeldezahlen für diesen kurzen Zeitraum sprechen eine deutliche Sprache. Die von hohen Spritpreisen geplagten Berufspendler suchen verstärkt nach Alternativen, um ihre Mobilitätskosten zu reduzieren.“ 

Das sächsische Berufspendlernetz ist in Deutschland einmalig. Bisher gab es solche Netzwerke nur auf kommunaler oder regionaler Ebene, nicht aber flächendeckend für ein ganzes Bundesland.

Berufspendler können sich kostenlos unter www.sachsen.pendlernetz.de anmelden, wenn sie eine Mitfahrgelegenheit anbieten oder suchen. Zur Anmeldung werden die wichtigsten Daten wie Name, Anschrift, Telefonnummer und die regelmäßige Fahrtstrecke erfasst. Über ein Passwort kann der Teilnehmer jederzeit auf seine persönlichen Daten zugreifen.

Ziel des Berufspendlernetzes ist es, die Auslastung der Pkw auf dem Weg zur Arbeit zu erhöhen und so den CO2-Ausstoß zu senken. Statistisch gesehen, ist im deutschen Berufsverkehr momentan jeder Pkw mit nur 1,04 Personen besetzt.