Als neue Partner des deutschlandweiten Internetdienstes www.pendlernetz.de haben sich jetzt die Stadt Köln und der Kreis Düren mit zusammen weit über einer Million Einwohnern angeschlossen. Damit umfasst das Pendlernetz in NRW 37 teilnehmende Kreise und Städte. Zwei weitere Kreise sollen noch in diesem Jahr folgen. Der Kreistag in Düren hatte seine Teilnahme im Mai diesen Jahres einstimmig beschlossen. Aus Köln lag der politische Beschluss bereits seit 2006 vor.

Mit dem Service der Bonner Betreiberfirma EuropeAlive Medien GmbH können vor allem Berufspendlern kostenlos regelmäßige Fahr­gemeinschaften und spontane Mitfahrgelegenheiten für Wege zur Arbeit und in der Freizeit vermittelt werden. Getragen wird das Pendlernetz zunächst von den beteiligten Kreisen und Städten. Ziel ist jedoch nicht nur eine flächendeckende Ausweitung des Projekts auf ganz Nordrhein-Westfalen sondern auch eine schrittweise Einbindung privatwirtschaftlicher Projektpartner.

Die Vorteile des Projekts liegen angesichts hoher Benzinpreise auf der Hand: In Fahrgemeinschaften lässt sich Geld sparen, nicht nur für Treibstoff sondern auch für alle PKW-Folgekosten. Bares Geld sparen Berufspendler zusätzlich, wenn man bedenkt, dass die steigenden Belastungen für den Weg zur Arbeit steuerlich nicht mehr geltend gemacht werden können. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Durch die angestrebte Entlastung der Straßen profitiert auch die Umwelt. Mehr als 3,8 Millionen Berufspendler sind täglich mit ihrem PKW auf den Straßen Nordrhein Westfalens unterwegs. Dazu kommt noch ein immens steigender Lkw-Verkehr. Staus sind damit vorprogrammiert. Mehr Fahrgemeinschaften führen auf lange Sicht zu einem besseren Verkehrsfluss und zu niedrigeren Schadstoffemissionen.

So funktionieren die neuen Pendlernetze: Einfach die Internetseiten www.kreis-dueren.pendlernetz.de oder www.koeln.pendlernetz.de aufrufen und nach der persönlichen Registrierung ein eigenes Inserat erstellen. Danach aus der Liste Start- und Zieladresse eingeben und die Fahrtzeiten für Hin- und Rückfahrt nicht vergessen. Ein wenig Geduld ist erforderlich denn nicht immer findet sich im ersten Anlauf der passende Fahrgemeinschaftspartner. Wer aber selber zuvor als Fahrer oder Mitfahrer inseriert hat, verbessert seine Chance zur Bildung einer Fahrgemeinschaft. Unter Angebote und Gesuche finden sich die aktuellen Inserate. Je mehr mitmachen, umso besser geht es.